Wenn wir eine «Fahrt ins Blaue» machen, meinen wir gewöhnlich, dass wir uns auf einen Ausflug mit unbestimmtem Ziel begeben. Ältere Semester erinnern sich an die sonntäglichen Autofahrten über Land mit mehr oder weniger klarem Ziel. Man kehrte irgendwo in einer Wirtschaft ein, vertrat sich die Beine und rechtzeitig zum Abendessen war man wieder zu Hause.
Einige Sprachforscher vertreten die Meinung, dass die Herkunft der Redewendung auf die früher weit verbreiteten Flachsfelder zurückzuführen sei. Die azurblauen Blüten auf ihren langen Stängeln prägten ganze Landstriche. Beim Aufkommen von Wind bewegten sie sich wellenartig.
Auch unser Mini-Flachsbeet wird sich in den nächsten Tagen in eine blaue, wogende Fläche verwandeln. Wir sind gespannt.

