Der Flachs wächst!

Das vermehrte Giessen und die Regenschauer des Wochenendes haben unsere Pflänzchen zum Wachsen angeregt. Wie schön, dass es nun aus allen Reihen spriesst! Doch auch das Unkraut will wachsen – was heisst: Bald ist Jäten angesagt.

Zaghaftes Spriessen

Unser Flachs, resp. Lein hat es nicht eilig. Doch nach rund 190 Stunden spriessen endlich erste Keimblätter!  Ob ihm der steinige Boden nicht so zusagt? Wir hoffen, die restlichen Pflänzchen mit dem botanischen Namen Linum usitatissimum, was so viel heisst wie «der nützlichste (Lein)», werden sich  bald tapfer durchkämpfen.

Flachsanbau Aussaat

Am 14. April startet nun unser Versuch, im Garten Flachs anzupflanzen. Die Wetterbedingungen sind ideal. Das Saatgut heisst «Felice», was optimistisch stimmt. Die Aussaat erfolgt in 4er-Reihen, dazwischen wird ein Durchgang von ca. 30 cm angelegt. Diese Struktur hilft bei der Pflege und dem späteren «Stickeln und Schnüren».  Die Leinsamen werden in die Rillen gesät und nur so weit mit Erde bedeckt «dass noch die Kirchenglocken zu hören sind». Schon nach rund 100 Stunden sollten die ersten Keimlinge zu sehen sein!

Flachsanbau im Garten des Museums

Flachs ist eine der ältesten Kulturpflanzen und begleitet den Menschen seit es Ackerbau gibt. Im Rahmen der Ausstellung «Ein Jahr mit Abeggs – wärchä, schaffä, hushaltä» pflanzen wir in einem ca. 1 x 3 Meter grosssen Beet neben dem Museum Flachs an. Unterstützt werden wir dabei von Michèle Woodtli von der Projektgruppe ziehLein.

Der erste Schritt erfolgte mit der Vorbereitung des Bodens. Mitarbeiter des Tiefbauamts Rüschlikon mussten zuerst viele Steine abtragen und Erde aufschütten.

Früher stand an der Stelle eine Weinpresse, ab Mitte April soll hier Flachs wachsen.

Traditionsgemäss wird Flachs am 100 Tag des Jahres ausgesät. Weil Ostern in diese Zeit fällt, haben wir den Termin für die Aussaat auf den 14. April angesetzt.

Kinderspiel im Wandel

30. März bis 30. November 2019

Spielzeug aus rund hundert Jahren «Spielgeschichte» aus der Sammlung des Ortsmuseums, ergänzt durch zahlreiche Leihgaben aus der Bevölkerung. Eine Umfrage unter Rüschliker Sekundarschülern zum Thema «Spielen heute» führte das Publikum in die Gegenwart.

Die Steinsuppe

Bei schönstem Herbstwetter fanden am letzten Oktobersamstag viele Familien den Weg ins Museum, um sich das Figurenspiel «Die Steinsuppe» anzuschauen. Die Geschichte vom Wolf, der bei einer Henne «Steinsuppe» kocht, bezauberte Klein und Gross. Die Figurenspielerin Marianne Sommer zauberte Tier um Tier aus ihrem Koffer. Danach gab es auch im Museum eine köstliche «Steinsuppe», die wie in der Erzählung für Wärme und Geselligkeit sorgte

Bring dein liebstes Spielzeug ins Museum

Am Samstag, 29. Juni, waren Gross und Klein aufgefordert, ihr liebstes Spielzeug ins Museum zu bringen. Trotz der grossen Hitze hat uns «Joggeli» besucht, der mit seinen rund achtzig Jahren noch beachtliche turnerische Leistungen vollbringt. Aus dem gleichen Privathaushalt stammen auch das «Symphonium» und die handbemalten Matrjoschkas, von denen die kleinste nur einen halben Zentimeter misst. Herzlichen Dank an die Besucherin. Wir hatten viel Spass zusammen!

Klingende Museen 2019

Am Samstag, 18. Mai liessen Schülerinnen und Schüler der Musikschule Kilchberg-Rüschlikon unser Museum in den schönsten Tönen erklingen. Die Musikstücke, die zum diesjährigen Ausstellungsthema passten, erfreuten Eltern und Besucher.

Wir danken der Musikschule Kilchberg-Rüschlikon und muse-um-zuerich für die Organisation und den Musizierenden für das grosse Engagement!

SBB Wappenschild «RE 450 080 Rüschlikon»

SBB Regionenmanager U. Arpagaus mit R. Camenzind von der Museumskommission

Am 11. Februar 2019 durfte ein Mitglied der Museumskommission das Rüschliker Wappenschild entgegennehmen, das vom 8. Juli 1994 bis Dezember 2018 die Lokomotive der S-Bahn RE 450 080 zierte. Der Kilometerstand der Lokomotive zeigte am 31. Dezember 2018 auf 3 674 467 km! Weiterhin fährt die «RE 450 080 Rüschlikon» der 1. Generation der Zürcher S-Bahn, jedoch mit aufgeklebtem Wappen.
Die feierliche Übergabe der Plakette erfolgte in den Räumlichkeiten des SBB-Reparaturcenters in Zürich Altstetten. Wir bedanken und herzlich! Das Wappenschild wird im Ortsmuseum eine neue Heimat finden.

2018 Mabel Zuppinger alias «Claudine»

Annabelle wird 80

26. Mai bis 24. November 2018

Vor 80 Jahren erschien das erste deutschsprachige Frauenmagazin, das sich bewusst an eine modeinteressierte, urbane Kundschaft richtete – «Annabelle». Chefredaktorin war die in Rüschlikon wohnhafte Mabel Zuppinger, die unter dem Pseudonym «Claudine» das Magazin von 1938 bis 1959 prägte und zum Erfolg führte.

Mabel Zuppinger

Das Ortsmuseum Rüschlikon ist im Besitz einer einzigartigen Sammlung gebundener Annabelle-Zeitschriften aus dem Nachlass von Mabel Zuppinger. Das Museum nahm dies im Jubiläumsjahr zum Anlass, die Publizistin und Grande Dame mit einer Ausstellung sowie zwei Rahmenveranstaltungen zu ehren. 

Link zum Artikel über Mabel Zuppinger in annabelle 11/18 vom 22. August 2018
Link zum Artikel in der Zürichsee Zeitung vom 8. September 2018 „Wie emanzipiert war die Coco Chanel des Journalismus?“